Strassenbild, #2

Strassenbild (#2, 2016-01)

Strassenbild (#2, 2016-01)

Strassenbild #2, Januar 2016

Nachdem das Strassenbild #1 irgendwann verschwunden (gestohlen?) war, hängt am selben Baum nun eine tellergroße Keramik. Ein Sonne-Mondgesicht schaut mit asiatisch anmutender Gelassenheit auf den Strassenverkehrsteilnehmer herab. Nach wie vor ist die gestalterische Originalität nicht übertrieben hoch, aber eine gewisse Entschlossenheit zur Einfachheit macht das Werk durchaus zu einer Bereicherung des Strassenbilds.

[update: 2016-01-28]

Leider ist die Keramik schon wieder verschwunden. Ich bin schon gespannt, was als nächstes zu sehen sein wird. — Fortsetzung folgt —

Museum Folkwang: Freier Eintritt in die Sammlung [update]

„Eintritt frei“ im Museum Folkwang!

Während in Krefeld die Eintrittspreise für die Museen weiter erhöht werden, realisiert man in Essen eine sehr viel bessere Idee:

Ab sofort ist der Eintritt in die ständige Sammlung im Museum Folkwang an allen Öffnungstagen frei. Ermöglicht wird dies durch die großzügige Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Bei Sonderausstellungen gelten gesonderte Konditionen

[update: 2015-09-19]

Die Aktion ist ein voller Erfolg. Die Besucherzahlen haben sich in den ersten 3 Monaten verdreifacht. Das Interesse an Kunst ist offenkundig vorhanden. Überhöhte Eintrittspreise halten also die Besucher fern.

Ich bin mal gespannt, ob dieser Erfolg viele Nachahmer findet; Krefeld, mit (hoffentlich bald) frisch renoviertem Kaiser-Wilhelm-Museum und neuer Leitung könnte so einen Besucherandrang sicherlich gut gebrauchen.

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Strassenbild

Strassenbild

Strassenbild

Hängt da also etwas am Strassenbaum, unerwartet, einfach so; ein bisschen zu hoch auch: ein gemaltes Bild.

Schön und Gut?

Ist es schön und gut? Nö. Geht eher in die ‚wilde‘ Richtung, handwerklich roh. Die/Der MalerIn hatte offensichtlich ein Problem die weibliche Figur freizustellen, bzw. sie mit gestalterischen, malerischen Mitteln ins Bild zu integrieren; zumindest hat sie/er das Problem gesehen, das Ergebnis kann allerdings nicht überzeugen.
Die abstrahierte Landschaft ist ebenso lieblos gemalt, auch ‚kunstvolles Schmieren‘ erfordert Geschicklichkeit und Kontrolle der Materie.

Kunst im öffentlichen Raum?

Etwas ungewöhnlich, dass das Bild an einem Strassenbaum hängt, sonderlich originell ist diese Präsentation aber nicht, denn eine Bezugnahme des Werks auf den konkreten Ort ist nicht erkennbar. Darüberhinaus ist das Bild zu klein, unbedeutend und belanglos, um sich als Zeichen, als Ereignis, als Kunst im öffentlichen Raum zu Wort zu melden.

 

25-EUR Jahreskarte

Die Eintrittspreise der meisten Museen haben in den letzten Jahren eine wenig besucherfreundliche Entwicklung genommen. 10.-, 12.-€ für den Eintritt ins Museum sind keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Damit schließt man bewusst ganze Bevölkerungsschichten von der Teilnahme an kulturellen Ereignissen, Prozessen und Erkenntnismöglichkeiten aus.

„Jetzt neu! Jahreskarte“

Umso erfreulicher ist die neue Jahreskarte der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf. Für lediglich 25.- EUR erhält der interessierte Besucher 1 Jahr lang „freien Eintritt ab Kaufdatum in die Sammlungen und Ausstellungen[!] von K20 Grabbeplatz, K21 Ständehaus und F3 Schmela Haus.“  Das gefällt mir. So findet zusammen was zusammengehört.

Ein ähnliches Angebot macht das Lenbachhaus in München, hier möchte man 20.-EUR für die Jahreskarte haben. Wie in den Medien zu erfahren war, wurden in kurzer Zeit grosse Mengen dieser Jahreskarte verkauft.

NIcht unbeachtet sollte aber auch sein, dass nur die lokale Bürgerschaft von diesem Geschäftsmodell profitiert. Dass man dagegen Touristen deutlich überhöhte Preise, im Vergleich zur Jahreskarte, zahlen lässt, ist weniger schön.
Also: Alle Preise für Alle runter!