Pynchon on ‚Liberty‘

Zitat

„Unfortunately, young people,“ recalls the Revd, „the word Liberty, unreflectively sacred to us today, was taken in those Times to encompass even the darkest of Men’s rights,— to injure whomever we might wish,— unto extermination, were it possible,— Free of Royal advice or Proclamation Lines and such. This being, indeed and alas, one of the Liberties our late War was fought to secure.“

Thomas Pynchon
Mason & Dixon, p. 307

Strassenbild, #2

Strassenbild (#2, 2016-01)

Strassenbild (#2, 2016-01)

Strassenbild #2, Januar 2016

Nachdem das Strassenbild #1 irgendwann verschwunden (gestohlen?) war, hängt am selben Baum nun eine tellergroße Keramik. Ein Sonne-Mondgesicht schaut mit asiatisch anmutender Gelassenheit auf den Strassenverkehrsteilnehmer herab. Nach wie vor ist die gestalterische Originalität nicht übertrieben hoch, aber eine gewisse Entschlossenheit zur Einfachheit macht das Werk durchaus zu einer Bereicherung des Strassenbilds.

[update: 2016-01-28]

Leider ist die Keramik schon wieder verschwunden. Ich bin schon gespannt, was als nächstes zu sehen sein wird. — Fortsetzung folgt —

Museum Folkwang: Freier Eintritt in die Sammlung [update]

„Eintritt frei“ im Museum Folkwang!

Während in Krefeld die Eintrittspreise für die Museen weiter erhöht werden, realisiert man in Essen eine sehr viel bessere Idee:

Ab sofort ist der Eintritt in die ständige Sammlung im Museum Folkwang an allen Öffnungstagen frei. Ermöglicht wird dies durch die großzügige Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Bei Sonderausstellungen gelten gesonderte Konditionen

[update: 2015-09-19]

Die Aktion ist ein voller Erfolg. Die Besucherzahlen haben sich in den ersten 3 Monaten verdreifacht. Das Interesse an Kunst ist offenkundig vorhanden. Überhöhte Eintrittspreise halten also die Besucher fern.

Ich bin mal gespannt, ob dieser Erfolg viele Nachahmer findet; Krefeld, mit (hoffentlich bald) frisch renoviertem Kaiser-Wilhelm-Museum und neuer Leitung könnte so einen Besucherandrang sicherlich gut gebrauchen.

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25-EUR Jahreskarte

Die Eintrittspreise der meisten Museen haben in den letzten Jahren eine wenig besucherfreundliche Entwicklung genommen. 10.-, 12.-€ für den Eintritt ins Museum sind keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Damit schließt man bewusst ganze Bevölkerungsschichten von der Teilnahme an kulturellen Ereignissen, Prozessen und Erkenntnismöglichkeiten aus.

„Jetzt neu! Jahreskarte“

Umso erfreulicher ist die neue Jahreskarte der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf. Für lediglich 25.- EUR erhält der interessierte Besucher 1 Jahr lang „freien Eintritt ab Kaufdatum in die Sammlungen und Ausstellungen[!] von K20 Grabbeplatz, K21 Ständehaus und F3 Schmela Haus.“  Das gefällt mir. So findet zusammen was zusammengehört.

Ein ähnliches Angebot macht das Lenbachhaus in München, hier möchte man 20.-EUR für die Jahreskarte haben. Wie in den Medien zu erfahren war, wurden in kurzer Zeit grosse Mengen dieser Jahreskarte verkauft.

NIcht unbeachtet sollte aber auch sein, dass nur die lokale Bürgerschaft von diesem Geschäftsmodell profitiert. Dass man dagegen Touristen deutlich überhöhte Preise, im Vergleich zur Jahreskarte, zahlen lässt, ist weniger schön.
Also: Alle Preise für Alle runter!